Du hast keine Ahnung, was gerade bei den Avengers passiert, kennst die Hälfte der Marvel-Figuren nicht und möchtest trotzdem den neuen Spider-Man sehen? Damit bist du definitiv nicht allein.

Spider-Man funktioniert auch ohne tiefes Wissen über das restliche Marvel-Universum. Man muss keine Zeitlinien verstehen, keine Serien nachholen und auch nicht wissen, wer gerade gegen wen kämpft. Sobald Peter Parker die Maske aufsetzt und durch New York schwingt, ist die Grundidee sofort klar.


Jede Generation hat ihren eigenen Spider-Man

Für viele begann alles mit Tobey Maguire. Sein Spider-Man war ernst, etwas unbeholfen und für eine ganze Generation der erste große Superheld im Kino.

Danach kam Andrew Garfield mit einer moderneren und deutlich lässigeren Version. Tom Holland machte Peter Parker schließlich jünger, humorvoller und stärker mit dem Marvel-Universum verbunden.

Jüngere Zuschauer kennen Spider-Man zusätzlich aus Animationsfilmen, Videospielen, Serien und Spielzeug. Fast jeder hat deshalb irgendeine Verbindung zu der Figur. Der Darsteller ändert sich, das Kostüm sieht etwas anders aus, aber Spider-Man bleibt sofort erkennbar.

Peter Parker ist kein unerreichbarer Superheld

Spider-Man ist kein Gott, kein König und kein Milliardär mit unendlich viel Technik. Peter Parker muss zur Schule oder zur Arbeit, hat Geldprobleme, verliebt sich, enttäuscht seine Freunde und versucht ständig, zu viele Dinge gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen.

Seine Kräfte sind außergewöhnlich. Sein Leben darunter ist es nicht. Darum funktioniert die Figur auch bei Menschen, die mit klassischen Superhelden wenig anfangen können.

Bei Spider-Man geht es deshalb nie nur darum, ob er den Gegner besiegt. Interessanter ist, was ihn dieser Sieg als Peter Parker kostet. Oft rettet er die Stadt und verliert dafür Zeit, Beziehungen oder ein Stück seines normalen Lebens.

Tom Holland und Zendaya ziehen auch außerhalb von Marvel

Tom Holland ist für viele längst der Spider-Man ihrer Generation. Er schlüpft perfekt in die Rolle des unsicheren Peter Parker und des Helden, der sich kopfüber zwischen Hochhäusern in Gefahr stürzt. Zendaya bringt zusätzlich ein Publikum mit, das sie eher aus Euphoria, Dune, der Modewelt oder sozialen Medien kennt.

Dazu kommt, dass Holland und Zendaya mittlerweile verheiratet sind und gemeinsam eine riesige Fanbasis haben. Viele verfolgen ihre Beziehung seit Jahren und interessieren sich deshalb nicht nur für Spider-Man, sondern auch für Peter und MJ. Weil beide ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushalten, wirkt ihre Beziehung auf viele Fans weniger inszeniert als andere Hollywood-Romanzen.

Genau diese Mischung lockt auch Menschen ins Kino, die mit Marvel sonst wenig anfangen können. Ob sich Spider-Man: Brand New Day wirklich lohnt und wie der Film gegen No Way Home abschneidet, zeigt die ausführliche Kritik auf Themenblick.

Spider-Man fühlt sich nicht wie Marvel-Hausaufgabe an

Bei manchen Marvel-Filmen muss man zuerst mehrere Serien und Vorgänger nachholen, um die neuen Teile verstehen zu können. Spider-Man bleibt trotz aller Verbindungen einfacher verständlich. Ein junger Mann bekommt Kräfte, übernimmt Verantwortung und versucht trotzdem, ein normales Leben zu führen. Frühere Filme helfen bei manchen Anspielungen, sind für das grundlegende Verständnis aber kein Muss.

Spider-Man verbindet Nostalgie, große Action und einen Helden, dessen Leben unter der Maske erstaunlich normal geblieben ist. Man muss deshalb kein Marvel-Fan sein, um Peter Parker zu verstehen.