Der Aktivist und Vertreter der albanisch-amerikanischen Gemeinde, Harry Bajraktari, hat scharf auf die politische Situation im Kosovo reagiert und festgestellt, dass Spaltungen und Blockaden dem Ansehen des Landes auf internationaler Ebene ernsthaft schaden.

In einer öffentlichen Stellungnahme betonte Bajraktari, dass politische Differenzen in einer Demokratie normal seien, doch seiner Ansicht nach habe die aktuelle Situation im Kosovo diese Grenzen überschritten, was das Funktionieren der Institutionen behindere und im Ausland eine negative Wahrnehmung hervorrufe.


Er brachte Beispiele aus der amerikanischen Politik und erwähnte die Zusammenarbeit zwischen JD Vance und Donald Trump sowie den Fall von Barack Obama und Hillary Clinton, die seiner Meinung nach Rivalitäten zum Wohle des Staatsinteresses beiseitegelegt hätten.

Er erinnerte auch an die parteiübergreifende Zusammenarbeit in den USA in der Kosovo-Frage in den 90er Jahren und erwähnte die Rolle von Bill Clinton und Bob Dole, die seiner Meinung nach zum Weg des Landes in Richtung Freiheit und Unabhängigkeit beigetragen haben.

Mit Blick auf die albanische Geschichte erwähnte Bajraktari die Beziehungen zwischen Ahmet Zogu und Faik Konica, die trotz ihrer Differenzen zusammenarbeiteten, wenn es um die Interessen des Staates ging.

Er äußerte Bedenken, dass die politische Lage im Kosovo auch von internationalen Partnern, insbesondere in Washington, kritisiert werde. Bajraktari gab bekannt, er habe das Thema kürzlich mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton besprochen, der, wie er sagte, an den Entwicklungen und der Lösung der politischen Krise im Kosovo interessiert sei.

„Es fällt uns schwer, diese Situation zu erklären. Sie können sich nicht vorstellen, wie schlecht Kosovo von außen aufgrund dieser anhaltenden Blockade wahrgenommen wird“, betonte er.

Laut Bajraktari begünstigt diese Situation Serbien und schadet Kosovos Weg zur euro-atlantischen Integration, einschließlich des NATO-Beitritts.

Abschließend rief er die politischen Führer dazu auf, parteipolitische Interessen zu überwinden und zum Wohle des Landes zusammenzuarbeiten.

„Setz dich hin, redet miteinander, findet eine Lösung. Tu es für Kosovo“, appellierte Bajraktari und betonte, dass die Geschichte sich an diejenigen erinnern werde, die zur Entwicklung des Landes beitragen, nicht an diejenigen, die sie blockieren.