John Fury, der Vater des berühmten Boxers Tyson Fury, lebt heute zurückgezogen auf seiner Farm und sagt, das Verhältnis zu seinem Sohn sei völlig zerrüttet. Er selbst war Boxer und Kämpfer und stand seinem Sohn stets zur Seite, doch in letzter Zeit gab es viele Meinungsverschiedenheiten.

Der ältere Fury führt ein Leben fernab von Tysons Ruhm und Millionen, wie viele gerne glauben möchten. Er sagt, er habe das Geld seines Sohnes nie gebraucht und es sich selbst erarbeitet.


Die beiden entfremdeten sich immer mehr, sowohl räumlich als auch emotional. Sein Vater gab ihm Ratschläge zu seiner Boxkarriere und seinem Lebensstil, aber Tyson hörte nie auf ihn.

„Meine Beziehung zu Tyson ist ruiniert. Der Boxsport hat sie komplett zerstört. Ich sage es ganz offen vor laufender Kamera: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie zehn Pfund zugenommen und werde es auch nie tun“, sagte John Fury. Box-Strategiebuch.

„Ich will sein Geld nicht und ich brauche Tysons Geld nicht. Was auch immer er hat, ich wünsche ihm viel Glück. Aber vergesst nicht, wer seine Geschichte geschrieben hat, als er noch ein Kind war. Er hat sie sich nicht selbst geschrieben, oder? Ich, sein Vater“, sagte John.

Tysons Vater war danach den Tränen nahe. Es war dieses Verantwortungsgefühl, das ihn während des Interviews überkam.

„Ich war 30 Sekunden davon entfernt, während dieses Gesprächs um eine Pause zu bitten. Ich habe diese Gefühle vorher noch nie geäußert, aber sie sind stark und sie sind da“, fügte er hinzu.

Obwohl er den Grund für diese traurige Familiengeschichte nicht preisgab, steht sie in engem Zusammenhang mit einigen Ereignissen in Tyson Furys Boxkarriere. Er sagt, sein Sohn sei seit der Trilogie der Kämpfe gegen Deontay Wilder nicht mehr derselbe.

„Tyson ist seit seinem Kampf gegen Deontay Wilder nicht mehr zu retten, sie haben ihn zerstört. Wilder hat ihn komplett fertiggemacht. Er hat keine Kraft mehr. Tyson hat ihm zu viel abverlangt. Mahmud ist ein Problem für Tyson. Das sage ich als Erster.“

„Er hat alles riskiert. Er sagte sogar selbst, dass er im Nachhinein bereit gewesen wäre, dort zu sterben, wenn es so weit gekommen wäre. Das war seine Mentalität: bereit, im Ring alles zu riskieren“, schloss er.Telegrafi/

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